Wenn am 27.  Juni die Deutschen OpenStack Tage in München ihre Pforten zum dritten Mal öffnen, treffen sich namhafte Unternehmen, IT-Profis sowie Entscheider aus den Bereichen Entwicklung, Administration und Anwendung zum Erfahrungsaustausch. Die inzwischen fest etablierte Fachkonferenz bietet vielfältige Informations- und Kontaktmöglichkeiten rund um die Cloud-Plattform OpenStack. Anwendungsfälle, genauso wie Lösungsszenarien und Best Practices, sind Themen des umfassenden Vortrags- und Konferenzprogramms.

Auch Netzlink ist in diesem Jahr wieder mit einem Vortrag bei der Konferenz vor Ort und steht interessierten Besuchern am eigenen Stand für Fragen rund um OpenStack zur Verfügung. Am 27. Juni wird sich der gemeinsame Vortrag von unserem Consultant Tobias Löb und Johannes Weingart, Principal Solution Architect von Brocade, um das Thema OpenStack und Container aus der Netzwerksicht drehen. Was genau können Container in Cloud-Umgebungen bewirken? Lesen Sie hier weiter, welche Informationen Sie in unserem Vortrag erwarten. Und wenn Sie Lust bekommen haben, uns in München zu besuchen, nutzen Sie einfach unseren exklusiven Discountcode uns sichern Sie sich 10% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis. Geben Sie hierzu einfach folgenden Code bei der Ticketbestellung ein: dost2017-netzlink-nl.

Bei der Rechnervirtualisierung waren virtuelle Maschinen (VMs) ein entscheidender Schritt. Aber von Anfang an gab es eine Trennung zwischen „echten“ VMs (ein kleiner Hypervisor, der zwischen mehreren VMs schaltet, welche alle ihr eigenes Betriebssystem haben, Typ-1-Hypervisor genannt) und „virtuellen“ VMs (ein Basis-Betriebssystem liefert die Infrastruktur-dienste für virtuelle VMs, welche wieder jeweils ihr eigenes Betriebssystem haben, Typ-2-Hypervisor genannt). In beiden Fällen lieferte das Betriebssystem innerhalb der VM die Umgebung, in der Anwendungen betrieben werden können.

Auf eine gewisse Art setzen Container diese Entwicklung fort. Sie laufen alle auf einem gemeinsamen Basis-Betriebssystem und liefern die Umgebung, in der Anwendungen betrieben werden können; allerdings haben sie kein eigenes Betriebssystem. Container teilen sich den Großteil der Umgebung mit dem Basis-Betriebssystem, sind schlanker und sparen Ressourcen. Es gibt zwei Arten von Containern: System-Container, die mehrere Prozesse innerhalb des Containers abwickeln können, und Anwendungs-Container, die dafür gemacht sind, nur eine einzige Anwendung/einen einzigen Prozess zu betreiben (Micro-Service-Ansatz).

OpenStack war ursprünglich ein Orchestrator für Infrastructure as a Service (IaaS) mit einem Fokus auf KVM-basierte VMs (Typ-1-Hypervisor). OpenStack wird in vielen Fällen eingesetzt, um vollständige Virtual-Tenant-Umgebungen mit Rechen- (VMs), Speicher- (Ceph-basiert) und Netzwerkressourcen (VLAN, VXLAN) bereitzustellen.

Container verändern Cloud-Umgebungen

Sie können verwendet werden, um OpenStack-Prozesse zusammenzufassen und sie, sauber getrennt und ressourceneffizient, in/auf einer gemeinsamen, geteilten Umgebung/Plattform laufen zu lassen. So können fest zugeschriebene OpenStack-Serverrollen (Steuer-, Netzwerk- und Speicherserver) vermieden werden. Mit Containern können völlig „virtualisierte“ OpenStack-Umgebungen sogar auf einem einzigen Host laufen.

Darüber hinaus werden nicht länger komplette Server oder VMs überflüssig gemacht, da Container einen neuen, detailorientierteren Ansatz erlauben, mit dem einzelne Prozesse (Container) überflüssig gemacht werden (Kubernetes-Cluster).

Auch unter Netzwerk-Gesichtspunkten ändern Container einiges. VMs brauchten L2-VPNs (einzelne Broadcast-Domänen) für Mobilität der VMs. Container kommunizieren für gewöhnlich über APIs.

Aus der Netzwerksicht sorgt API-Kommunikation für IP Flows auf dem physischen Netzwerk. Dadurch werden keine L2-VPNs im physischen Cluster, im DC-Netzwerk, mehr benötigt. Stretched Clusters können L3-Konnektivität nutzen und DCI-Lösungen (DCI = Data Center Interconnect) können ausschließlich auf L3-Konnektivität aufgebaut werden.