Was für ein Wochenende! Wer kann schon behaupten einmal ein echtes Bond-Girl bei sich im Haus gehabt zu haben? Doch alles von Anfang an:

Es war Filmfest in Braunschweig und Wolfsburg. Bereits zum 7. Mal öffnete das Cineways International Filmfestival seine Kino-Vorhänge, diesmal auch am Braunschweiger IT-Campus der Netzlink. Highlight des Wochenendes war das Bond-Symposium samt Special Guest Corinne Cléry, die mit dem Film „Moonraker“ an der Seite von Roger Moore berühmt wurde.

Um kurz vor 10 strömten die Bond-Fans durch die Türen unseres IT-Campus und sicherten sich die vordersten Sitzreihen, um später beim Panel Talk mit Corinne auch ganz nah dabei zu sein. Bis dahin boten sich den Zuschauern aber noch viele weiter spannende Einblicke in das Bond-Universum. Los ging es mit einem Bericht und bisher ungesehenen Aufnahmen aus der gerade neu eröffneten 007 ELEMENTS Erlebniswelt in Sölden von Bond-Experte Benjamin Lind.

Nach kurzer Kaffee-Pause diskutierte im Anschluss Danny Morgenstern, vielfacher Bond-Buchautor, wer unter all den Damen im Bond-Universum den das Potential hätte, die einzig wahre Mrs. Bond zu werden. Anhand diverser Kriterien, wie „verstorben“, „der falschen Seite angehörig“ oder „dumm“ (denn wen Bond als „dumme Nuss“ betitelt, wird wohl nicht mehr in Frage kommen) streicht er ein Bond-Girl nach dem anderen von seiner Liste und kommt final auf gerade einmal vier Optionen. Auf seinem Weg zur perfekten Mrs. Bond streift Morgenstern viele interessante Insights aus der Welt der Bond-Girls. Beispielsweise wurde der Bikini des ersten Bond-Girls Ursula Andress‘ in „Dr. No“ für sage und schreibe 40.000 Pfund verkauft. Auch müssen die Regisseure der als „erotischste Bond-Girl-Szene“ prämierten Einstellung, in der Andress im besagten Bikini aus dem Wasser steigt, bezüglich ihrer Oberkörper-fixierten Kameraeinstellungen in Schutz genommen werden: Andress war schlichtweg am Strand über rutschige Steine gestolpert und hatte unansehnliche blaue Flecken an den Beinen. Wer hätte das geahnt?!

Dann war es endlich soweit: Bond-Girl Corinne Cléry betritt den Raum und nachdem die euphorische Menge endlich wieder ihre Plätze eingenommen hat, begann sie zu berichten. Von Roger Moore, der bei Bettszenen seine Socken anbehalten hat, weil es am Set so kalt gewesen sei. Von ihrer Absage bei Bond-Regisseur Albert R. Broccoli: sie sei für diese Bond-Filme nicht zu haben, weil sie „absolutely no substance“ hätten. Und wie sie damit zu einem der wenigen Damen an Bonds Seite geworden sei, die im Vorspann des Films eine eigene Nennung erhalten haben. Kein Wunder, dass bei so viel Charme und lustigen Anekdoten vom Dreh die Schlange lang war, als es an die Autogramme und gemeinsame Fotos ging. Für unser Campus-Team hat sie sich jedoch noch einmal gesondert Zeit genommen, bevor es zurück zum Festival und der Abendveranstaltung im Wolfsburger Cinemaxx ging.

Es war ein ganz besonderer Tag hier bei uns im Campus! Wir freuen uns schon auf die nächsten Stars bei uns im Haus.